Ohne Latte zu den Kanalinseln

Stander der SKU

Stander der SKU

Matthias hat vorgeschlagen dieses Jahr die Kanalinseln zu besuchen. Nichts einfacher als das. Bei CapWest habe ich zeitig eine GibSea 116 gebucht. Die Yacht ist in der Marina Diélette beheimatet. Der kleine Ort gehört zur Normandie und befindet sich etwa 100 Kilometer nördlich von Granville auf annähernd gleicher Breite wie die Kanalinsel Guernsey.

Anreise

Wir vier, Matthias, Michael, Andreas und ich reisen mit dem Opel Zafira von Andreas an. In das Raumwunder bekommen wir recht entspannt das Gepäck für 4 Personen und haben sogar noch genügend Platz für uns.

Ohne Latte zu den Kanalinseln - Pont de Normandie

Pont de Normandie

Von Düsseldorf aus geht es via Aachen, Lüttich, Mons, Valanciennes, Amiens, Rouen und Le Havre nach Diélette. Der größte Teil der Strecke lässt sich ausgesprochen entspannt auf den belgischen und französischen Autobahnen sowie vierspurigen Nationalstraßen zurück legen. Lediglich die letzten 20 Kilometer führen über kleine Landstraßen welche durch ihre Landschaft entschädigen. In Belgien fällt uns der schlechte Zustand der Autobahnen auf. Zahlreiche Baustellen sind eingerichtet nur scheint sich dort wenig zu tun. Aufgrund des moderaten Verkehrs stören die Baustellen jedoch nicht wirklich.

Für die Anreise sollten für die gut 800 Kilometer 9 Stunden eingeplant werden.

Ein Höhepunkt der Reise ist die mautpflichtige Pont de Normandie über die Seine Mündung.

Schiffsübergabe

15.06.2018

Wir kommen am frühen Nachmittag in der Marina an. Unsere GibSea Homet ist fast fertig. Lediglich die Außenreinigung soll noch vorgenommen werden. Wir entladen unser Auto und fahren anschließend zum Einkaufen in den nur wenige Kilometer entfernten SuperU in Les Pieux.

2 Einkaufswagen laden wir voll und bezahlen am Ende 285 Euro für Getränke, Verpflegung und Reinigungsartikel.

Palmen in Diélette

Palmen in Diélette

Wir gehen die übersichtliche, mehrsprachige (französisch, englisch, deutsch) Inventarliste durch. Nicht alles ist vorhanden. Unser Dinghi schwächelt und hält offenbar die Luft nicht. Das Groß sieht schon etwas mitgenommen aus und zu unserem Erstaunen fehlen die Segellatten. Die Rollgenua macht einen recht guten Eindruck.

 

Marina Diélette

Marina Diélette

Hafeneinfahrt Diélette

Hafeneinfahrt Diélette

Wellenbrecher Diélette

Wellenbrecher Diélette

16.06.2018

Wir stehen zeitig auf uns stärken uns mit frischen Croissants, Pain au Chocolat und französischem Baguette für den ersten Segeltag.

Gerne wollen wir die Übergabe hinter uns bringen. Marc (Inhaber CapWest) benötigt mehrere Anläufe, bis er schlussendlich bei uns an Bord landet.

Es gelingt uns gar nicht alle Mängel im Detail aufzulisten. Viele sind Kleinigkeiten wie beschädigte Scharniere und eine beschädigte Klobrille. Der Abfluss der Spüle ist undicht. Offensichtlich schon sehr lange da es stark nach Schimmel riecht.

In der Motorbilge schwappt ein streng riechendes Diesel und Wassergemisch.

Der viel zu lose Keilriemen wird gespannt und auch der lose Seewasserfilter wird wieder befestigt.

Wir dürfen uns glücklicherweise das Dinghi von einer Yacht nehmen deren Crew erst einen Tag später anreist. Was Marc denen wohl zum Thema Beiboot erklären wird?

Das Thema Segellatten ist offensichtlich auch nicht so wichtig – deshalb geht es „ohne Latte zu den Kanalinseln“.

Leinen los

Um 11.10 Uhr werfen wir bei blauem Himmel die Leinen los. An der Tankstelle prüfen wir den Füllstand des Kraftstofftanks. Fast 10 Liter bekommen wir noch spielend in den angeblich vollen Tank.

Nun aber raus aufs offene Meer. Das Meerwasser schillert dank strahlendem Sonnenschein Türkisfarben. Wunderschön.

Nachdem wir deutlich frei von der westlichen Kardinaltonne sind werden die Segel gesetzt.

Unter Vollzeug rauschen wir Dank Gezeitenstrom und frischer Briese Richtung Alderney der nördlichsten Kanalinsel. Am frühen Nachmittag frischt der Wind weiter auf, aus grauen tief hängenden Wolken fällt etwas Regen und wir binden 2 Reffs ins Groß ein und reffen die Genua gleich mit.

Alderney

Homet an der Mooring Boje in Braye Harbour, Alderney

Homet an der Mooring Boje in Braye Harbour, Alderney

Grau verhangen empfängt uns Alderney. Wir machen an einer Tonne im nach Nordosten offenen Hafen fest. Der kräftige Westwind sorgt im Hafen für ordentlich bewegtes Wasser. Für unseren Landgang lassen wir unser Ölzeug gleich an. Ganz vorsichtig steuert Michael unser Dinghi die zwei Kabellängen von unserer Mooring Tonne zum Landing Pontoon. Immer wieder schwappt Wasser in unser kleines von einem 2.3 PS Honda Viertakt Motor angetriebenes Bombard Schlauboot. Prima, dass wir 4 so schlank sind und somit gemeinsam fahren können.

Dinghi Steg Braye Harbour, Alderney

Dinghi Steg Braye Harbour, Alderney

Fischerboote im Little Crabby Harbour

Wir lassen uns Zeit und erkunden die nähere Umgebung von Braye Harbour. Im Fischerhafen Little Crabby Harbour sind alle Boote mittlerweile Trocken gefallen. Der Tidenhub in diesem Revier  ist enorm. In Saint Malo sind 12 Meter möglich, auf den Inseln immerhin noch gut 8 Meter.

 

Wellenbrecher Alderney

Wellenbrecher Alderney

Der 910 Meter lange Wellenbrecher der Braye Harbour schützt ist beeindruckend. Dieses Bauwerk wurde zwischen 1847 und 1868 errichtet. Bei auflandigem Seegang bricht sich hier die See und schleudert riesige Wassermassen in den Hafen.

 

 

Hinweis auf mögliche Gefahren beim Betreten des Wellenbrechers

Hinweis auf mögliche Gefahren beim Betreten des Wellenbrechers

Zurück geht es mit Rückenwind zu unserer Segelyacht Homet.

Nach dem Abendessen und einem gepflegten Heineken ist es Zeit die nächste Etappe zu planen. Die Mehrheit der Crew möchte etwas länger schlafen auch wenn dies bedeutet gegen den Gezeitenstrom anzumarschieren. Mal schauen ob das klappt.

17.06.2018

Damit es bei dem frischen bis kräftigen Wind aus Südwest nicht zu heftig wird, warten wir mit dem Auslaufen bis 12.00 Uhr. In der Meerenge The Swinge zwischen Alderney und Burhou geht es richtig zur Sache.

The Swinge - chaotische Seegangsverhältnisse

The Swinge – chaotische Seegangsverhältnisse

Wir haben Springzeit und der Gezeitenstrom schiebt gewaltige Wassermassen nach Nordosten. Über Grund laufen wir bei 2000 Umdrehungen mit einem Knoten Fahrt nach Südwesten. Das Wasser brodelt, Wellen brechen sich und Gischt sprüht durch die Luft. Unsere Homet und wir werden ordentlich durchgeschüttelt und spüren jetzt ganz deutlich was es heißt sich nicht nach den Gezeiten zu richten.

 

Les Etacs bei Alderney

Les Etacs bei Alderney

Nach 90 Minuten sind wir durch The Swinge. Die See wird merklich ruhiger und wir segeln bei erneut grau verhangenem Himmel Richtung Guernsey. Die Sicht wird zunehmend schlechter. Schemenhaft lassen sich in zwei bis dreihundert Meter Entfernung erste Konturen von Riffen und Seezeichen vor Guernsey erkennen.

Vorsichtig steuern wir Little Russel die Passage zwischen Guernsey und Herm an. Dank Sony Tablett mit aktuellem Navionics Kartensatz ist alles recht einfach bis wir im Nebel die Konturen einen Kreuzfahrtschiffes ausmachen. Der Kreuzfahrer liegt vor Anker. Wir sehen dessen Tender mittlerweile zwischen ihm und St. Peter Port der Hauptstadt von Guernsey pendeln.

Wir folgen dem für Small Crafts empfohlenen Weg und gelangen sicher zu den Steganlagen vor der Victoria Marina und machen dort fest.

18.06.2018 Guernsey

Leuchtfeuer Hanois

Leuchtfeuer Hanois

Für heute haben wir einen Ausflug mit dem Mietwagen über die Insel geplant.

Auf der Albert Pier gibt es bei den Sanitäranlagen ein Telefon um per Tastendruck Kontakt mit den ortsansässigen Mietwagenfirmen.

Ich probiere den Knopf mit der Aufschrift Avis aus. „In  5 Minuten kommt ein Mietwagen!“

Fort Pezeries

Fort Pezeries

Damit hätte ich nicht gerechnet. Tatsächlich erscheint nur wenige Minuten später ein mit einem großen H für Hire Care gekennzeichneter Renault Captur auf dem Gelände. Die Übergabe gestaltet sich völlig unkompliziert. Inklusive Vollkasko bezahle ich 50 Pfund.

Andreas, Matthias und Michael haben mittlerweile unsere Homet in die Marina verholt. Endlich können wir unser Schiff wieder mit Strom versorgen. Leider mussten wir gestern feststellen, dass die Ladespannung der Lichtmaschine mit 12,2 Volt zu niedrig ist um die Batterien zu laden. Nur Landstrom hilft uns die offensichtlich etwas altersschwachen Batterien halbwegs am Leben zu halten.

Guernsey mit dem Mietwagen

Fort Pezeries

Fort Pezeries

Mit unserem Renault umrunden wir die Insel im Uhrzeigersinn.

Im Südwesten von Guernsey stellen wir unseren Renault ab und erkunden zu Fuß die Küste. Wir haben einen wunderbaren Ausblick auf das Leuchtfeuer Les Hanois. Nach und nach kommt die Sonne raus. Der Westwind vertreibt die grauen Wolken und unsere Umgebung erstrahlt in einem ganz faszinierenden Licht.

Signal Rock La Varde

Signal Rock La Varde

Immer wieder parken wir unseren Mietwagen um uns die Küstenlandschaft von Guernsey anzuschauen. Auch bei der Beaucette Marina legen wir einen kurzen Stop ein und schauen uns den malerisch gelegenen Hafen an. Vom ehemaligen Steinbruch wurde eine Verbindung zum Meer gesprengt, einige Stege ausgelegt und somit ein wunderschöner kleiner ausgesprochen geschützter Hafen geschaffen.

 

Auf unserer Fahrt fallen uns immer wieder Befestigungsanlagen und Bunker aus dem zweiten Weltkrieg auf. Die Wehrmacht hat damals ausgesprochen solide Bauten errichtet. Am Nachmittag ergänzen wir in einem großen Supermarkt unsere Vorräte. Anschließend geht es zurück zur Marina.

 

Felsenküste Guernsey

Felsenküste Guernsey

Kleines Fischerboot in Riffnähe

Kleines Fischerboot in Riffnähe

Fort Hommet

Fort Hommet

Beaucette Marina auf Guernsey

Beaucette Marina auf Guernsey

Niedrigwasser

Niedrigwasser

Nach eingehendem Studium der Gezeitentafeln und dem Stromatlas steht unsere Abfahrtzeit für den nächsten Morgen fest. Gegen 07.00 Uhr müssten wir los um mitlaufenden Strom zu haben. Da am nächsten Morgen erst gegen 11.00 Uhr genügend Wasser über dem Süll steht, müssen wir heute Abend noch die Marina verlassen und uns an den Waiting Pontoon zu legen. Nach einer kurzen Abstimmung mit dem Hafenmeister verlegen wir unsere GibSea an den Wartesteiger und sind somit jederzeit in der Lage St. Peter Port zu verlassen.

19.06.2018

Leuchtfeuer La Corbíère

Leuchtfeuer La Corbíère

Bereits um 06.40 Uhr stechen wir in See. Kurz nach dem Verlassen von St. Peter Port setzen wir die Segel und gehen auf südlichen Kurs. Ein gemütlicher Südwest um 3 bis 4 Beaufort beschert uns entspanntes zügiges Segeln.

Wir nähern uns von Nordwesten Jersey. Das südwestliche Leuchtfeuer La Corbière ist bestens zu sehen.

Commodore Goodwill - Jersey

Commodore Goodwill – Jersey

Wir hangeln uns an der südlichen Küsten durch die North West Passage. Nördliche Kardinaltonnen kennzeichnen die zahlreichen Riffs. Wir lassen die Tonnen an der Steuerbordseite und segeln weiter nach Osten.

 

Niedrigwasser

Noirmont Point Jersey

Jersey

Mit einem Steuerkurs von 20° halten wir auf St. Helier der Hauptstadt von Jersey zu. Das International Port Traffic Signal von St. Helier Vessel Traffic Service zeigt zweimal grün über weiß. Wir können einlaufen müssen jedoch mit Gegenverkehr rechnen.

St. Helier Vessel Traffic Service

St. Helier Vessel Traffic Service

Über dem Süll der  Marina St. Hellier stehen gut 7 Meter Wasser. Nach einem kurzen Funkspruch erhalten wir die Freigabe uns einen freien Liegeplatz am Steiger F zu suchen.

Heute gönnen wir uns Fish & Chips. Das Sea Fish Café in der Liberty Wharf befindet sich unweit der Marina und wird uns wärmstens empfohlen. Menge und Qualität sind wirklich Top!

Marina Office St. Helier Jersey

Marina Office St. Helier Jersey

Süll mit Flapgate St. Helier Marina Jersey

Süll mit Flapgate St. Helier Marina Jersey

Handelshafen Jersey

Handelshafen Jersey

Heute hat Michael die Ursache für den immer wieder neuen Diesel in der Motorbilge gefunden. An der Kraftstoffleitung des ersten Zylinders tritt bei laufender Maschine ein ganz feiner Strahl Diesel aus. Insbesondere im Leerlauf bei niedriger Drehzahl. Marc hat uns einen Techniker geschickt dem wir sehr genau erklären müssen wo das Problem liegt. Ersatzteile hat er nicht er möchte jedoch später am Abend mit Werkzeug zurückkommen und etwas „basteln“.

Wir beschließen nach Rücksprache mit Marc diese Hilfe nicht in Anspruch zu nehmen und Reinigen dafür lieber jeden Tag mehrfach die Motorbilge um den Dieselgeruch nicht zu intensiv werden zu lassen.

20.06.2018

Heute geht es weiter nach Sark Richtung Nordnordwest. Auf Sark leben etwa 500 Menschen. Teerstraße und Autos gibt es auf dieser Insel nicht. Trecker und Pferdefuhrwerke sind die dort anzutreffenden Transportmittel. Für Fahrtensegler wurden einige Mooringbojen ausgelegt.

Sark

Ansteuerung Havre Gosselin Sark

Ansteuerung Havre Gosselin Sark

Wieder einmal haben wir mäßige Sicht. Wir wollen im Westen von Sark die Nacht verbringen und steuern die Bucht Havre Gosselin an. Erst bei der Annäherung können wir unsere Bucht und einige vor Anker liegende Yachten ausmachen.

Wir machen an einer freien Mooringboje fest und machen unser Dinghi bereit für die Landerkundung.

 

Dinghilager auf Sark

Dinghilager auf Sark

Matthias und Michael tragen das Dinghi samt Außenborder an Land – sicher ist sicher. Wir marschieren über die landschaftlich wunderschöne Insel. Uns begegnen nur vereinzelt anderen Besuchern oder einem der wenigen Einheimischen.

Willkommen in der Einsamkeit.

Erholung pur.

La Coupée - die Verbindung zwischen Sark und Little Sark

La Coupée – die Verbindung zwischen Sark und Little Sark

Wir wandern gen Süden. Wir wollen auf die Halbinsel Little Sark. Diese ist über den betonierten Weg La Coupée mit Sark verbunden. Dieser wurde nach dem 2. Weltkrieg von deutschen Kriegsgefangenen gebaut. Erst seitdem lässt sich Little Sark sicher erreichen. Bei Starkwind wird gilt auf diesem Weg besondere Vorsicht.

 

Links zum Venus Pool - rechts zu den Silberminen und Port Gorey

Links zum Venus Pool – rechts zu den Silberminen und Port Gorey

Mitten im Farn entdecken wir einige Schafe, die sich durch unsere Anwesenheit so gar nicht stören lassen. Port Gorey ist auch eine Möglichkeit für Segelyachten die Nacht zu verbringen. Hier liegt jedoch offensichtlich nur eine Mooring Tonne. Alternativ gilt es Ankern.

 

 

Schaf im Farn - Little Sark

Schaf im Farn – Little Sark

Port Gorey - Little Sark

Port Gorey – Little Sark

Little Sark

Little Sark

Farbtupfer auf Little Sark

Farbtupfer auf Little Sark

Blüte

Blüte

Havre Gosselin im Nebel

Havre Gosselin im Nebel

Nach mehren Stunden Wanderung gelangen wir wieder in die Nähe von Havre Gosselin und bemerken wie sich rasch eine Nebelwand von Westen auf Sark zuschiebt. Inständig hoffen wir auf ausreichende Sicht für den zu unserem Dinghi und die anschließende Fahrt zu unserer Segelyacht.

Mittlerweile ist das Wasser deutlich gefallen und wir müssen unser Schlauboot erst einmal abseilen. Durch die Nebelschwaden ist glücklicherweise unsere GibSea zu erkennen.

21.06.2018

Heute wollen wir wieder nach Alderney um morgen den Heimathafen anzulaufen. Dabei gilt es noch einen Abstecher in Herm der kleinsten bewohnten Kanalinsel zu machen.

 

 

Havre Gosselin im Morgendunst

Havre Gosselin im Morgendunst

Havre Gosselin im Nebel

Havre Gosselin

 

Schloss auf der Privatinsel Brecqhou

Schloss auf der Privatinsel Brecqhou

Hoch am Wind Richtung Herm

Hoch am Wind Richtung Herm

Kardinal Nord Fourquies vor Herm

Kardinal Nord Fourquies vor Herm

Bestes Segelwetter. Unter Vollzeug laufen wir hoch am Wind Richtung der nur 3 Seemeilen entfernten Insel Herm. Michael dreht begeistert am Steuerrad und holt alles aus Homet heraus. Kurz vor Herm ziehen wir das Backbord Seitendeck permanent durch die See. Wir binden ein Reff ein und es geht etwas ruhiger zur Sache.

Herm

Jethou - Nachbarinsel von Herm

Jethou – Nachbarinsel von Herm

Wir nehmen die Percée Passage zwischen Herm und Jethou. Ein halbe Kabellänge vom Land entfernt lassen wir auf 8 Meter Wassertiefe unseren Anker fallen. Wir stecken reichlich Kette. Auf das Anlanden verzichten wir um das mitlaufende Wasser Richtung Alderney nicht zu verpassen.

 

 

 

Corbette Passage von Herm nach Guernsey

Corbette Passage von Herm nach Guernsey

Herm

Herm

Alderney - Braye Harbour

Alderney – Braye Harbour

Nach einer gute Stunde holen wir den Anker mit der Handwinsch wieder auf. Weiter geht es bei bestem Segelwetter nach Alderney. Diesmal empfängt uns die nördlichste Kanalinsel mit Sonnenschein und moderatem Wind. Das Übersetzen mit dem Dinghi von der Boje zum Dinghisteg ist ganz entspannt. Wir genießen das tolle Wetter eine Zeitlang an dem Menschenleeren blitzsauberen Strand.

 

 

Sandstrand Alderney

Sandstrand Alderney

Fischkutter Alderney

Fischkutter Alderney

Richtfeuer Braye Harbour - Alderney

Richtfeuer Braye Harbour – Alderney

Mannez Leuchtfeuer auf Alderney

Mannez Leuchtfeuer auf Alderney

22.06.2018

Chaotische See durch Gezeitenstrom

Chaotische See durch Gezeitenstrom

Heute müssen wir leider zurück nach Diélette. Noch einmal haben wir richtig tolles Segelwetter – Sonnenschein und 3 Beaufort aus Nordnordost. Nach Rundung der Nordostspitze von Alderney bekommen wir noch einmal die Auswirkungen des Gezeitenstroms zu spüren. Der südlich setzende Gezeitenstrom sorgt für eine konfuse und aufgewühlte See. Da wir noch Osten wollen müssen wir hoch am Wind segeln um die starke südwärts setzen Strömung zu kompensieren.

 

Hafeneinfahrt Diélette

Hafeneinfahrt Diélette

Mittags machen wir bereits in Diélette an der Tankstelle fest und füllen 31 Liter Diesel in den Tank. Unsere 15 Motorstunden kommen zu einem Drittel vom Nachladen der Batterien.

Die Übergabe zieht sich etwas hin. Gegen 17.00 Uhr können wir uns schlussendlich auf den Heimweg machen.

Fazit

Ein faszinierendes und anspruchsvolles Revier. Insgesamt gutes Wetter, eine tolle Crew und ein solides Schiff mit einem gewissen Rückstand in Wartung und Pflege.

Diélette ist neben Saint Malo ein idealer Ausgangshafen für eine Woche Kanalinseln. Die Anreise mit dem PKW ist einfach und flott zu bewältigen.

Der Golfstrom sorgt für ein mildes Klima.

Seekarten und Revierführer

  • Reeds Nautical Almanac 2018
  • Admiralty Tidal Stream Atlas The Channel Islands and adjacent coasts of France NP 264
  • Kartensatz SC 5604 Channel Islands
  • Navionics Karten auf dem Sony Tablett

Revierinformationen

Die Kanalinseln liegen direkt vor der französischen Normandie bzw. Nordbretagne.

Bei geschickter Planung und Nutzung der Gezeiten sind die Tagesetappen kurz.

Unbedingt an Bord sein sollten die oben aufgeführten nautischen Unterlagen wie Reeds, NP 264 und der Kartensatz SC 5604 Channel Islands.

Aufgrund der Gezeitenunterschiede von mehr als 8 Meter und den teilweise sehr starken Gezeitenströme ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Ein genaues Studium der Seekarten mit Blick auf mögliche Herausforderungen in Bezug auf Navigation wie auch Seegang empfiehlt sich vor Reiseantritt.

In einigen Bereichen der Kanalinseln wird in den Seekarten vor gefährlichen brechenden Seen gewarnt. Insbesondere in Verbindung mit Wind und Dünung können chaotische Seegangsverhältnisse entstehen. Auf Yachting Monthly  wurde 2016 ein interessanter Artikel zum Thema „Sailing through overfalls“ veröffentlicht.

In einigen Bereichen der Kanalinseln gibt es Flächen die nur rudimentär mit dem Bleilot oder gar nicht vermessen wurden (Incomplete Survery). In diesen Bereichen ist mit Flachs und Felsen zu rechnen, die nicht in der Seekarte eingezeichnet sind.

Typisches Merkmal der Kanalinseln sind zahlreiche vorgelagerte Riffs. Die Ansteuerungen und Passagen sind mit Tonnen markiert und bestens kartografiert. Gleichwohl gilt es ausgesprochen sorgfältig zu navigieren. Insbesondere muss der Gezeitenstrom berücksichtigt werden um nicht möglicherweise auf Flachs getrieben zu werden.

Nebel und mäßige Sicht tritt relativ häufig auf.

Ein Beiboot mit Außenborder ist für die Erkundung der Kanalinseln sehr zu empfehlen. Ohne Dinghi ist man auf die Wassertaxis angewiesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Mit dem gelben Motorboot über den Golf du Morbihan – Südbretagne

20.06.2017 – Heute wollen wir den Golf du Morbihan mit dem Motorboot erkunden.

Bei fast 30 Grad und absoluter Windstelle versprechen wir uns etwas Abkühlung auf dem Wasser. Seit Jahren kennen wir die Südbretagne (siehe auch Törnbericht 2016) als wunderschönes Urlaubsziel. Häufig mit Westwind und eher wechselhaften Wetter verbunden. Dieses Jahr haben wir seit Tagen hochsommerliche Temperaturen und strahlend blauen Himmel. Auch für die Einheimischen ist dieses Wetter eher untypisch. Die Bauern klagen über das trockene und zu heiße Wetter, die Touristikbranche freut sich ob der guten kurzfristigen Buchungen.

Ob doch etwas an der Erderwärmung dran ist?

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Mit dem gelben Motorboot über den Golf du Morbihan - Südbretagne - Steganlage Arradon

Steganlage Arradon

Wir haben bei Le Blan Marine ein kleines Motorboot mit der Bezeichnung Menhir gemietet. Menhir heißt übersetzt Hinkelstein!

Das Schwimmvermögen von Hinkelsteiner ist eher begrenzt. Was bedeutet das für unser Motorboot? Auf jeden Fall macht es einen soliden Eindruck und verfügt über einen Yamaha Außerborder mit 6 PS Leistung.

Nach kurzer Einweisung und einigen Tipps zur Navigation für unsere geplante Route verlassen wir die Steganlage in Arradon und fahren gen Süden. Unser Ziel ist die Insel Ilur.

Mit dem gelben Motorboot über den Golf du Morbihan - Südbretagne - Île d'Arz

Île d’Arz

An unserer Steuerbordseite liegt die Insel Ile-aux Moines. Backbord liegt die Île d’Arz.

Auf dem Golf haben wir doch etwas Wind. Zusammen mit dem Fahrtwind ergibt dies eine kühlende Briese. Unser kleiner Hinkelstein kommt bei 2/3 Drittel Gas auf 5 Knoten Fahrt über Grund. Das ist ordentlich und auf dem Golf absolut ausreichend.

Dank Seekarte, guter Betonnung und klarer Sicht ist die Navigation auf dem Golf einfach. Ab und zu noch ein Blick auf das Smartphone mit der Navionics Karte zur Bestätigung das wir auf dem richtigen Kurs sind.

Nach 40 Minuten kommt die Südkardinal Tonne Drenec in Sicht. „Die Tonne müsst Ihr unbedingt südlich passieren“, wurde uns eingeschärft. Klar, machen wir ja auch.

Südkardinal Tonne Drenec

Südkardinal Tonne Drenec

Wenig später erreichen wir die Île Ilur. Einige Yachten ankern bereits vor der Insel, Kanus und Schlauchboote liegen am Strand.

Ankernde Yachten vor der Île Ilur

Ankernde Yachten vor der Île Ilur

Wir lassen unseren Anker mit Kettenvorlauf und Leine fallen. Mit kleiner Fahrt zurück fahren wir den Anker ein.

Motorboot Menhir am Strand von der Île Ilur

Schnell die Badesachen an und rein ins kühlende Nass. Stopp – so schnell doch wieder nicht. Die kleine und etwas zu kurze Badeleiter wird von Inge nicht akzeptiert. Also noch einmal den Anker hoch und am Strand anlanden.

Von dort geht es endlich Schwimmen.

 

Motorboot Menhir am Strand der Île Ilur

Schlauchboot am Strand der Île Ilur

Nach erfolgter Abkühlung verholen wir uns wieder an unseren Ankerplatz und genießen unseren mitgebrachten Kuchen – Tarte aux Pommes. Besser kann es uns nicht gehen!

Anker auf und weiter geht es entgegen dem Uhrzeigersinn um die Île d´Arz. In dieser Richtung gibt es nur einige wenige kleine Tonnen die weit auseinander liegen. Hier gilt es selbst bei Hochwasser sorgfältig Ausschau zu halten. Uns fehlt ein Kompass an Bord. Der würde uns helfen den richtigen Kurs zu fahren.

Wir lassen die Île de Lern an Backbord. Wenig später ändern wir unseren Kurs auf Westnordwest.

Nach gut 2 Meilen passieren wir die Untiefentonne Boedic und nehmen das Fahrwasser Richtung Vannes.

Westkardinaltonne Boedic

Westkardinaltonne Boedic

An unserer Steuerbordseite haben wir wenig später die beeindruckende Tonne Roguedas.

Tonne Roguedas

Tonne Roguedas

Im Golf liegen viele Yachten und Boote an Tonnen. Eine preisgünstige Alternative zu Steganlagen. Die Eigner haben kleine feste Dinghis mit denen sie zum Liegeplatz paddeln.

Katamaran an Mooring Boje - Kostengünstiger Liegeplatz

Katamaran an Mooring Boje – Kostengünstiger Liegeplatz

Auf der Île Boedic entdecken wir eine kleine Kapelle.

Kapelle auf der Île Boedic

Kapelle auf der Île Boedic

Wunderschöne Häuser am Ufer des Golf finden unsere Bewunderung. Wäre schon schön hier zu leben …..

Manövrierbehindertes Arbeitsschiff quert in voller Fahrt das Fahrwasser

Manövrierbehindertes Arbeitsschiff quert in voller Fahrt das Fahrwasser

Nach einer weiteren Seemeile Richtung Vannes beschließen wir umzukehren und setzen unsere Fahrt Richtung Arradon fort.

Kleine Kirche am Ufer westlich von Arradon

Kleine Kirche am Ufer westlich von Arradon

Nach 4 Stunden sind wir wieder an dem Ausgangspunkt unserer romantischen Reise über den Golf du Morbihan angekommen.

Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt.

 

 




Südbretagne – La Trinité bis Pointe de Raz

In diesem Sommerurlaub wollen wir die Südbretagne mit der Segelyacht erkunden. Das Land der Menhire und Druiden.
Mittlerweile ist der Bekanntheitsgrad der Südbretagne auch durch die Krimis mit Kommissar Dupin gestiegen. Die bretonische Küste und die bretonische Kultur bilden in diesen Büchern stets den Rahmen und sind wesentliches Charaktermerkmal. Das Buch Bretonische Brandung war für uns Anlass auf den Spuren von Kommissar Dupin die Glénans, ein Archipel vor der bretonischen Küste zu erkunden.

Einige von uns kennen und schätzen die Südbretagne von diversen Landurlauben sehr. Das Revier bietet mit langen Sandstränden, Felsen, Steilküsten, Flußläufen und Inseln eine beeindruckende Vielfalt verbunden mit der bretonischen Küche und französischen Lebensart schon fast ein Garant für einen unvergesslichen Urlaub.

09.05.2016

Die Anreise erfolgt mit dem PKW. Von Düsseldorf legen wir die 1000 Kilometer in 10 Stunden zurück. Unsere Segelyacht haben wir bei Alternative Sailing in La Trinité-sur-Mer gebucht.

Südbretagne - La Trinité bis Pointe de Raz - 004-Menhir-Carnac

Menhire – Le Menec

Wir fahren jedoch erst einmal einen kleinen Umweg über Carnac um einen Blick auf die berühmten Menhire bei Le Menec zu werfen. Mehr als 1100 Menhire stehen hier in zwölf Steinreihen. Der genaue Ursprung der Menhire ist immer noch nicht erforscht. Jahr für Jahr zieht es zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt zu den beeindruckenden Menhir Feldern in Carnac. Auch wir sind von diesem mystischen Ort beeindruckt.

Bei Alternative Sailing werden wir im Büro empfangen und erledigen die Formalien. Anschließend geht es auf unser Schiff eine Ovni 365, eine Aluminimyacht der Alubat Werft. Nach dem verstauen des Gepäcks fahren wir zum Großeinkauf in den nur 3 Kilometer entfernten Super U in der Avenue des Druides, einem Supermarkt mit umfangreichen Sortiment. 2 große übervolle Einkaufswagen schieben wir zur Kasse.

Als Vorspeise haben wir uns Bigorneaux und Bulot, beides Meeresschnecken, von der reichhaltigen Fischtheke ausgesucht. Dazu Cidre und frische Nudeln gefüllt mit Spinat und Käse. Bei einem Glas Rotwein lassen wir unseren ersten Urlaubstag ausklingen.

10.05.2016

Die Schiffsübergabe erfolgt kompetent und alle unsere Fragen werden umfänglich beantwortet. Die Checkliste in englischer und französischer Sprache ist gut strukturiert und erleichtert das gesamte Procedere sehr.

Unsere Ovni 365 mit dem Namen Rêve de Vie aus dem Jahre 2010 macht auf uns einen sehr gepflegten und technisch einwandfreien Eindruck. Die Ausrüstung ist ebenfalls recht umfangreich und beinhaltet im Preis bereits Beiboot mit Außenborder, Stagsegel für Starkwind sowie Spinnaker.

Rêve de Vie heißt übersetzt Traumleben. Die Ovni ist in der Tat für ein Traumleben im Gezeitenrevier gebaut. Mit dem Hubkiel und dem hyraulisch aufholbaren Ruder kann der Tiefgang von 2,1 Meter auf lediglich 55 Zentimeter reduziert werden. Das Schiff eignet sich somit hervorragend zum Trockenfallen.

008-Crac-h-Fluss

Fluß Crac’c

Nach erfolgter Übergabe und Sicherheitseinweisung können wir endlich die Leinen loswerfen.

Vorsichtig motoren wir aus der Marina heraus. Das ablaufende Wasser unterstützt unsere Fahrt auf dem Fluß Crac’h Richtung Atlantik. Wenig später setzen wir Großsegel und Genua. Der Wind weht schwach aus Südwestlichen Richtungen. Gleichwohl kommen wir gut voran und genießen das Segeln in der Bucht der Halbinsel Quiberon.

013-La-Teignouse

Leuchtfeuer La Teignouse

Zahlreiche Untiefen und Flachs schirmen die Bucht vor dem Atlantik ab. Wir nutzen die Passage de la Teignouse um die Bucht zu verlassen und die Traumhafte Belle-Île anzusteuern.

 

 

021-Sauzon

Ansteuerung Sauzon

Unser Ziel ist der malerische und charmante Hafen Sauzon.

Wir machen mit Heck- und Bug an zwei roten Gästebojen im hinteren Teil des Hafens fest. Dieser Teil des Hafens fällt trocken. Das Niedrigwasser wird heute Nacht gegen 03.00 Uhr eintreten. Schwert und Ruderanlage haben wir aufgeholt.

Jetzt gilt es erst einmal das Städtchen zu erkunden. Unser Torqeedo Elektroaußenborder schiebt unser Schlauchboot mit vollständiger Crew in Richtung Dinghi Steg.

 

Obwohl Vorsaison ist schon einiges los in Sauzon. Eine Fischersfrau verkauft den Tagesfang, Jugendliche springen von der Hafenmauer in das noch recht kühle Nass und Touristen schlendern durch die netten Gassen Sauzons. Wir haben für heute Abend die Creperie Les embruns ausgewählt. Ein toller bretonischer Abend mit Galettes, Crêpes und Cidre.

11.05.2016

Bei schwachem Wind und Wolken verhangenem Himmel laufen wir aus. Der offene Atlantik kräuselt sich nur noch wenig. Gegen Mittag sieht das Wasser fast wie ein Ententeich aus. Dank Dieselmotor kommen wir gut gen Westen voran. Unser heutiges Ziel die Glénans erreichen wir am frühen Nachmittag. Zum Einlaufen ist es aufgrund des Niedrigwassers noch zu früh. Wir lassen die Rêve de Vie treiben und verbringen die Zeit mit Angeln. Eine Makrele schnappt tatsächlich unseren Köder. Kein Abendessen aber als Vorspeise durchaus geeignet.

042-Glenans

Ein Hauch Südsee oder auch Karibik – das Glénan Archipel

Das Glénan Archipel wirkt mit seinem weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein Südseeparadies und ist der Ort an dem Kommissar Dupins zweiter Fall spielt. Die Glénan bestehen aus 9 Inseln und zahlreichen Riffs die je nach Höhe der Gezeit mehr oder weniger überspült sind.

Mit auflaufendem Wasser tasten wir uns vorsichtig in das Archipel. Inseln mit Sandstränden und Kristall klarem Wasser erwarten uns.  Wir machen im geschützten Chambre der Bucht südlich der Inseln Saint-Nicolas und Banalec an einer Boje fest. Jetzt zwei Stunden nach Niedrigwasser sind die beiden Inseln durch einen Sandstrand miteinander verbunden. Mit steigender Flut verschwindet der Strand zusehends. Wir fahren mit unserem Beiboot zur Pier von Saint-Nicolas um die Insel zu erkunden.

12.05.2016

044-Loctudy-Perdrix

Leuchtfeuer Perdrix

Wir verlassen zeitig die Glénans um unseren Weg nach Nordwesten fortzusetzen. Bei launischem Wind aus Nordwest um 2 bis 3 Beaufort ein recht mühsames Unterfangen. Gleichwohl wird gesegelt. Nach 8 Stunden Segeln befinden wir uns in der Ansteuerung von Loctudy. Wir bergen die Segel und haben das Leuchtfeuer Perdrix recht voraus.

046-Ile-Tudy

Halbinsel Île Tudy

An unserer Steuerbordseite taucht die wunderschöne Halbinsel Île-Tudy auf. Wenige Minuten später laufen wir in Loctudy ein und machen an einem der Gästeplätze fest.

Im Hafen erwerben wir eine ordentliche Portion Langoustine (Kaiserhummer / Scampi) für unser Abendessen.

13.05.2016

Heute gibt es zum Frühstück Croissants und Baguette – lecker! Der Wind kommt aus Nordwest mit 3 bis 4 Beaufort. Gegen Mittag nimmt der Wind auf 5 Windstärken  zu, so das wir auf unserem Kurs Hoch am Wind sogar ein Reff einbinden um den Ruderdruck zu reduzieren. Unser heutiges Ziel ist die Stadt Audierne gelegen am Fluss Goyen.

Audierne ist der letzte Hafen vor dem berühmt berüchtigten Pointe de Raz, dem westlichsten Kap des französischen Festlands. Von manchen wird diese Landspitze auch französisches Kap Hoorn genannt. Das Seegebiet ist aufgrund seiner starken Gezeitenströme, bei Wind gegen Strom gefährlichen Seegangs Verhältnissen und häufigem Nebel seit jeher von Seefahrer gefürchtet. Zahlreiche Wracks belegen eindrucksvoll die Gefährlichkeit des Pointe de Raz.

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Flussmündung Goyen

Wir machen uns jetzt erst einmal Gedanken wie wir die Barre vor der Flussmündung am besten passieren. Zwei Stunden nach Niedrigwasser sind wir noch etwas zu früh für eine entspannte Passage. Wir entsichern unser Schwert damit es bei einer Grundberührung hochgedrückt wird. Vorsichtig tasten wir uns in die Einfahrt hinein. Gleichwohl rumpelt unser Schwert bei der Passage der Barre.

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Audierne

Vom Bugkorb aus lässt sich der sichere Weg bei dem Kristall klaren Wasser recht gut erkennen um dem Rudergänger die notwendigen Steuerinformationen zu signalisieren. Knapp 2 Seemeilen geht es den Goyen flussaufwärts bis wir Audierne erreicht haben. Der Hafenmeister weist uns an einem Außensteiger einen Liegeplatz zu. Liegeplätze für Gäste gibt es hier so weit im Nordwesten nur sehr wenige. Er ist sehr überrascht um die Jahreszeit hier eine Charteryacht aus La Trinité zu Besuch zu haben.

14.05.2016

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Le Grand Large, Flussmündung Goyen bei Audierne

Am nächsten Morgen lassen wir wieder unser Schwert herunter. Das Ruderblatt lassen wir ebenfalls herunter jedoch lässt sich mit der Hydraulikpumpe kein Druck aufbauen. Offensichtlich hatte gestern beim Passieren der Barre auch unser Ruderblatt Grundberührung. Gut, dass wir bei der Einweisung aufgepasst haben. Schnell ist mit dem 22er Schlüssel der Bolzen für die Überdrucksicherung herausgeschraubt. Das Metallplättchen für die Überdrucksicherung hat in der Tat ein Loch. Schnell ist das Plättchen gewechselt und der Druck lässt sich wieder aufbauen um das Ruderblatt auch bei flottem Segeln sicher unten zu halten.

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Leuchfeuer Flussmündung Goyen, Audierne

2 Stunden vor Hochwasser verlassen wir das gastfreundliche Audierne und fahren Flussabwärts. Heute passieren wir die Barre ohne Grundberührung – geht doch.

Da weiterhin ruhiges Wetter angesagt ist, wollen wir uns heute das Pointe de Raz anschauen.

Der Wind hat auf Nordost gedreht. Optimal für uns. Wunderbares Segeln bei 4 Windstärken. In der Nähe der Steilküste wird der Wind launischer. Teilweise haben wir Böen mit bis zu 22 Knoten Wind. Unsere Rêve de Vie lässt sich davon nicht beeindrucken.

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Tourelle de la Plate und Phare de la Vielle

Unter voller Besegelung segeln wir durch die Passage – an unserer Steuerbordseite das Pointe de Raz mit dem mitten in der See stehenden Leuchtfeuern Phare de la Vieille und Tourelle de la Plate (Petite Vieille) und auf der Backbordseite die Insel Sein mit ihren zahlreichen nach Westen vorgelagerten Felsen auch Chaussee de Sein genannt.

Muss bei widrigen Wetterbedingungen die Insel Sein mit all den vorgelagerten Riffs umsegelt werden, ergibt sich ein Umweg von mindestens 50 Seemeilen!

Bei unserem Traumwetter können wir unbeschwert das Segeln in der Passage genießen.

Von hier aus sind es nur noch 20 Seemeilen bis Brest. Gleichwohl wenden wir vor dem Leuchtfeuer Phare de Tevennec und gehen auf Südkurs um erneut die Meerenge zwischen der Insel Sein und dem französischen Festland passieren.

Am frühen Nachmittag macht der Wind schlagartig Pause um wenig später aus südlichen Richtungen zu kommen. Die Winddrehung kommt mehr als 12 Stunden früher als vom Wetterbericht angekündigt.

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Hafeneinfahrt Le Guilvinec

Heute geht es nach Le Guilvinec einem bedeutenen bretonischen Fischereihafen. In der Saison ist das Einlaufen der Fischerboote immer ein von Touristen viel beachtetes Spektakel. Meist ist dann im Hafen kein Parkplatz mehr zu bekommen. Yachten ist es deshalb wochentags von 16.00 bis 18.00 Uhr verboten Le Guilvinec anzulaufen.

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Fischfangflotte Le Guilvinec

Mai ist Vorsaion, wir haben Samstag und kein einziges Fischerboot in Sicht. Die Ansteuerung von Le Guilvinec erfolgt am besten 2 bis 3 Stunden vor bzw. nach Hochwasser. Nach Westen säumen zahlreiche Felsen die Passage zum Hafen. Auf dem Weg zur Einfahrt sind einige Flachs zu passieren. Gleichwohl ist die Passage dank Tonnen und markanten Farbmarkierungen im Ort recht einfach.

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Rot markiertes Haus zur Ansteuerung

In Le Guilvinec gibt es nur einen einzigen Steiger für Gäste. Zwei kleine Yachten haben an dem Steiger schon festgemacht. Für uns bleiben gerade einmal 8 Meter Steglänge.

 

 

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Gästesteiger Le Guilvinec

Rückwärts manövrieren wir vorsichtig an den Steg heran und machen unsere Ovni 365 fest. 4 Meter unseres Schiffes stehen am Ende des Stegs über. An den kleinen Gfk Booten hätten wir mit unserem Alu Dampfer jedoch nicht festmachen können.

 

Als Fischereihafen steht in Le Guilvinec eine große Auswahl an Meeresfrüchten und Fisch zur Verfügung. Wir entscheiden uns noch einmal für die Langoustine.

15.05.2016

Heute haben wir wieder etwas besonderes vor – wir wollen den Fluss Odet bereisen. Von Le Guilvinec segeln wir gen Osten die Küste entlang. Von weitem sind schon die Leuchtfeuer Le Coq und Phare de la Pyramide zu sehen.

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Leuchtfeuer Phare de la Pyramide

Vor der Flussmündung Odet herrscht munteres Treiben von Segel- und Motorbooten sowie Fahrgastschiffen. Am Ostufer befindet sich das Städtchen Benodet mit einer großen Marina. Gegenüber befindet sich Sainte-Marine ebenfalls mit zahlreichen Liegeplätzen. Wunderschöne Villen und zahlreiche Bojenliegeplätze säumen die Flußufer.

 

 

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Villa Tri Men

Nachdem wir Benodet hinter uns gelassen haben wir es schlagartig ruhig. Beidseits des Flusses dichte Wälder, vereinzelt wunderschön gelegene Häuser und nach einer weiteren Flussbiegung taucht vor uns das Schloss Kéraudren auf. Einfach traumhaft. Mittags ankern wir und genießen die wunderbare Landschaft und erholsame Stille.

Nach der „Mittagspause“ fahren wir noch 2 Seemeilen weiter Richtung Quimper. Hier soll in Ufernähe ein Schiffswrack liegen. Und tatsächlich entdecken wir das Wrack. Viel weiter können wir mit Segelyacht nicht. Kurz vor Quimper befindet sich eine Brücke mit einer Durchfahrtshöhe von lediglich 7 Metern. Yachties, die nach Quimper wollen müssen vorher ankern und das Beiboot für den letzten Kilometer nutzen.

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Villa am Fluß Odet

 

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Schloss am Fluss Odet

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Schloss am Fluss Odet

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Riffs bei der Ansteuerung von Concarneau

Wir nutzen das ablaufende Wasser für die Rückfahrt. Bei der Flussmündung setzen die Segel und setzen unsere Reise nach Osten fort. In Concarneau machen wir an einem Steiger für Gästeyachten fest. Wir liegen hier in unmittelbarer Nähe der fast rundum vom Wasser umgebenen Altstadt der Ville Close welche sich hinter massiven Mauern verbirgt.

 

 

16.05.2016

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Marina Concarneau

Früh sind wir unterwegs um die Altstadt von Concarneau die Ville Close zu besichtigen. Anschließend gehen wir über den Wochenmarkt mit seinen zahlreichen Ständen. In Frankreich sind gerade auf dem Land die Märkte von besonderer Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung. Wer kein Auto hat ist häufig auf die Märkte angewiesen.

Die mittlerweile recht leeren Gästesteiger nutzen wir für einige Hafenmanöver. Während der Saison ist so etwas undenkbar. Heute jedoch stört sich keiner daran, dass wir An- und Ablegen noch einmal in allen Varianten üben.

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Spinnaker

Bei wenig Wind verlassen wir Concarneau – ein guter Grund heute einmal den Spinnaker auszuprobieren. Nachdem wir uns etwas mit dem Spi vertraut gemacht haben, steht die große Blase richtig gut und beschleunigt unsere Rêve die Vie auf gut 5 Knoten. Als der Wind dauerhaft über 12 Knoten bleibt, wird der Spi wieder eingeholt. Bei mittlerweile gut 5 Beaufort rauschen wir unserem Ziel der Insel Groix entgegen. Gegen Abend laufen wir den Hafen Port Tudy auf der Insel Groix an und machen mit Heck- und Vorleine an zwei Bojen im Vorhafen fest. Im Hafen ist richtig was los. Touristenströme zieht es auf die Fähre zum Festland. Offensichtlich haben viele Franzosen das Pfingstwochenende für einen Abstecher zur Insel Groix genutzt.

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Leuchtfeuer Phare de Pen-Men im Westen von Groix

Die Insel Groix war bis 1940 Frankreichs wichtigster Thunfischhafen. Im Hauptort Le Bourg ziert ein Thunfisch den Glockenturm der Église Saint-Tudy.

 

 

17.05.2016

Heute ist Hafentag angesagt. Wir wollen den Tag auf der Insel verbringen und mieten uns Fahrräder direkt im Hafen. Da die Insel sehr bergig ist empfehlen sich Fahrräder mit einer vernünftigen Schaltung. Wir radeln den Berg hinauf zum Hauptort Le Bourg. Bevor wir mit unserer Radtour beginnen wollen wir noch Gemüse, Obst und hoffentlich auch Fisch kaufen. In einer kleinen Halle bieten Einheimische ihre landwirtschaftlichen Produkte sowie ihren frischen Fang an. Das Angebot ist recht überschaubar jedoch genau das was wir gesucht haben. Ein Fischer hat einige Seespinnen sowie einen richtig tollen Hummer. Schnell sind wir uns einig, dass es heute Abend Hummer und Salat geben soll. Der 1,8 Kg schwere Hummer wird in einer Plastiktüte verpackt und auf unserem Schiff im Kühlschrank verstaut. Dort kann er es sich jetzt gemütlich machen. Die großen Scheren hat der Fischer zum Glück mit robusten Gummiringen gesichert. Sonst ist schnell ein Finger abgebissen.

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Kirche Saint-Tudy mit Thunfisch auf dem Glockenturm

Mit unseren Fahrrädern geht es nach Locmaria und von hier aus die Küste entlang zur Pointe des Chat und dem gleichnamigen Leuchtfeuer Phare de la Pointe des Chats. Weiter geht es zum Plage des Grands Sables (der große Sandstrand) ein feinsandiger, etwa 500 Meter langer konvexer Strand, eine Seltenheit in Europa.

Nachmittags fahren wir noch an die Westseite der Insel um uns das Leuchtfeuer Phare de Pen-Men und die Steilküste anzuschauen.

 

 

 

140-HummerGegen Abend kümmern wir uns endlich um unseren Hummer. Der Hummer wird mit dem Kopf zuerst in das kochende Wasser gesteckt.

 

 

 

144-HummerNach ca. 20 Minuten im kochenden Wasser wird der Hummer mit kaltem Wasser abgeschreckt, zerlegt und zusammen mit Salat serviert – einfach köstlich.

 

 

 

18.05.2016

Bereits seit mehren Tagen mehren sich die Anzeichen, dass es heute ordentlich Wind geben wird. Der Wetterbericht untermauert dies noch einmal – West 6, Böen bis 8 Beaufort, zeitweise Regen. Während der Nacht ist der Luftdruck um rasant gefallen.

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Bavaria im Seegang

Gut das wir am Vorabend bereits das zweite Vorstag und die Backstagen geriggt haben. Die robuste Arbeitsfock für das zweite Vorstag haben wir ebenfalls bereits angeschlagen. Wir verlassen den Hafen und setzen das Groß im dritten Reff. Noch ist der Wind in Land nähe mit gut 20 Knoten eher moderat. Wir segeln weiterhin in der Windabdeckung und setzen das Vorsegel. Kaum haben wir die Abdeckung verlassen nimmt der Wind auf mehr als 25 Knoten zu. In Spitzen zeigt der Windmesser 36 Knoten Wind.

 

Der Seegang beträgt um die 2 Meter und wir surfen auf den schönen langen Atlantikwellen. Unsere Geschwindigkeit über Grund liegt bei 7 Knoten. Unsere Rêve die Vie ist ein tolles Schiff. Wir überholen ganz entspannt eine Bavaria, die noch deutlich mehr Segelfläche im Groß gesetzt hat als wir. So macht Segeln auch bei Starkwind richtig Spaß. Auf dem Schiff fühlen wir uns absolut sicher und entspannt.

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Leuchtfeuer La Teignouse

Gegen Mittag empfangen wir ein Mayday Relay der Küstenwache. Ein unbenanntes Schlauchboot wurde unweit des Leuchtfeuers La Teignouse gesichtet. Eine in der Nähe befindliche Motorbootbesatzung wird von der Küstenwache vergattert die Gegend abzusuchen. Wir brauchen noch 30 Minuten um in die Nähe des Leuchtfeuers zu kommen.

Mittlerweile sucht der Helikopter der Küstenwache ebenfalls das Seegebiet rund um den Leuchtturm ab. Leider ohne Erfolg.

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Port Haliguen

Nachdem wir das Leuchtfeuer passiert haben, müssen wir zu unserem heutigen Ziel, Port Haliguen, aufkreuzen. In der Bucht von Quiberon gibt es Dank der Abdeckung durch die Halbinsel kaum Seegang. So kommen wir gut voran und können nach 38 Seemeilen flottem Segeln in der Marina am Gästesteiger längseits festmachen.

 

 

19.05.2016

Unser letzter Segeltag – heute müssen wir nach La Trinité-sur-Mer zurück. Sonnenschein und 3 bis 4 Windstärken versprechen einen tollen Segeltag. Ideal um schnell noch Außenaufnahmen unserer Rêve de Vie zu machen. Der Skipper lässt sich im Beiboot aussetzen um das Schiff zu fotografieren sowie einige Videosequenzen einzufangen. Einige Stunden später machen wir im Heimathafen fest.

Abends lassen wir im Restaurant Le Surcouf den tollen Segeltörn bei französischer Küche und Wein ausklingen.

399-Crew

Wolf, Markus, Isabella, Iris

401-Reiseroute

Reiseroute 2016

Seekarten und nautische Unterlagen

Für die meisten Ansteuerungen und Passagen sind die Karten im Maßstab 1:50.000 ausreichend. Für die Glénans empfiehlt sich die Detailkarte 1:20.000. Ausgesprochen hilfreich sind die Navionics Seekarten auf einem Android Tablett.

Bei Charteryachten gilt es vor dem Verlassen des Heimathafens zu prüfen ob die an Bord vorhandenen Seekarten die gewünschte Reiseroute vollständig abdecken.

TitelKommentar
Süd-Bretagne, Französische Atlantikküste von Le Guilvinec bis La Rochelle, Autor: Ralf Paschold1. Auflage 2016, Der Autor segelt seit einigen Jahren in dem Revier. Zur Zeit der einzige deutsche nautische Reiseführer für dieses Revier. Empfehlenswert.
Bloc MarineStandardwerk für die französischen Küsten mit aktuellen Hafenbeschreibungen, Gezeiten, Stromkarten und Wetterinformationen. In der Regel das Standardwerk an Bord von Charteryachten in Frankreich. Wird jedes Jahr neu herausgegeben.
Courants de Marée - Côte süd de Bretagne (558, Ausgabe 2005).Detaillierte Stromkarten. In der Regel reicht der Bloc Marine aus.
Pilote Cotier Brest Quiberon 5A 12. Edition, Alain Rondeau.Zahlreiche Fotos und Skizzen, Erläuterung aller wichtigen Ansteuerungen und Passagen. Nur auf französisch erhältlich.
Pilote Cotier Quiberon - La Rochelle, 5B 12. Edition, Alain RondeauZahlreiche Fotos und Skizzen, Erläuterung aller wichtigen Ansteuerungen und Passagen. Nur auf französisch erhältlich.
7146 De la Pointe de Penmarc'h à la Pointe de Trévignou, 1:50.000
7067L De la Chaussée de Sein à Belle-Île, 1:150.000
7147L De la Chaussée de Sein à la Pointe de Penmarc'h, Baie d'Audierne, 1: 50.000
7148L Du Goulet de Brest à la Chaussée de Sein, 1: 50.000
7032L De L'Île de Groix à Belle-Île, Abords de Lorient, 1:50.000
7034L Golfe du Morbihan, 1:25.000
7031L De L'Île de Penfret au Plateau des Biruideaux, 1:50.000
7066L De L´Île Vierge à la Pointe de Penmarc'h, Abord de Brest, 1:150.000
7139 De la Pointe du Talut à la Pointe de Gâvres, Ile de Groix, 1:20.000

Charteranbieter und Agentur

Wir hatten unsere Segelyacht Rêve de Vie bei Alternative Sailing über die Agentur Yacht- & Charterzentrum gebucht. Die Buchung unseres individuellen Termins war problemlos möglich. Die ganze Abwicklung und Kommunikation war professionell. Die Betreuung vor Ort war freundlich, kompetent und professionell. Eine Liste mit den an Bord befindlichen Seekarten war im Vorfeld nicht erhältlich. Selbst in der Inventarliste der Segelyacht waren die Seekarten nicht einzeln aufgeführt. Es war lediglich vermerkt, dass 10 Seekarten zur Ausstattung gehören. Einige von uns zusätzlich gewünschte Seekarten wurden uns mehrheitlich umgehend zur Verfügung gestellt.

Segelyacht Rêve de Vie – Sonate Ovni 365

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Sonate Ovni 365, Baujahr 2010

Die Ovni 365 von der Alubat Werft war in einem gepflegten Zustand und technisch einwandfrei. Die umfangreiche Ausrüstung mit Spinnaker und zusätzlicher Arbeitsfock (Stagsegel) als Starkwindsegel, Kartenplotter, Autopilot, Elektrischer Ankerwinsch sowie Beiboot mit Außenborder hat uns sehr gut gefallen.

Außenborder, Beiboot, Spinnaker sowie Bettwäsche waren bereits im Preis enthalten. Für die zusätzliche Übernachtung vor Charterantritt sowie nach Ende der Charter wurden uns keine zusätzlichen Kosten in Rechnung gestellt. Die Nebenkosten beliefen sich auf die obligatorische Endreinigung in Höhe von 100,- Euro sowie eine Gasflasche.

Weitere Törnberichte

https://www.blauwasser.de/reviere/sued-bretagne-dupin