Fredericia

fredericia

 

Liegeplätze

Der Industrie- und Handelshafen kann für Yachten nicht empfohlen werden. Sollte er aber trotzdem angelaufen werden, so liegt man im östlichen Hafen, dem „Gamle Havn“, ganz am Ende des Beckens dicht am Stadtzentrum (kein Plan). Empfehlenswerter ist der moderne Yachthafen ca. eine 3/4 sm südwestlich der Industriehafenanlagen. Der Hafen wird sehr stark von einheimischen Sportschiffern genutzt. Gastlieger finden freie Plätze auf 3 m Wassertiefe (grüne Schilder).

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Yachthafens erfolgt direkt vom Fahrwasser aus. Von der gelben Tonne (Fl.Y.3s) steuert man mit ca. 295° in die Einfahrt, wobei man die Südquadrantentonne (Q(6) LFl.15s) an Stb. liegen läßt. Der zeitweise stark setzende Strom nimmt direkt vor der Einfahrt wieder ab.

Versorgung

Im Yachthafen gibt es kaum Versorgungsmöglichkeiten. Dafür bietet das 2 km entfernte Fredericia alle Einkaufsgelegenheiten einer großen Hafenstadt.

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft
Fäkalienentsorgung
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 / 75 93 46 99 bzw. 20 21 10 90

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Auf den ersten Blick erinnert sehr wenig daran, daß Fredericia eine alte Festungsstadt ist. Die rauchenden Fabrikschlote, die große Phosphatfabrik, wuchtige Öltanks und ein lärmender Industriehafen lassen sich schwer ignorieren. Die meisten Sportschiffer werden daher einen Bogen um die Industriestadt schlagen, obwohl sie einen kurzen Abstecher durchaus lohnt, wenn man geschichtlich und kulturell interessiert ist. Einmalig sind beispielsweise die Wallanlagen aus dem 17. Jahrhundert. Mit einem Pulverturm, der 1675 gebaut wurde, und Kanonenstellungen des Jahres 1849 bilden sie einen 5,5 km langen Halbkreis um das alte Fredericia.

Der neue Sportboothafen Erritsø liegt etwas abseits der lärmenden Industriestadt und etwa 1000 Meter südwestlich des Hafens Fredericia. Die Klubräume des Segel‑ und Motorbootvereins stehen auch Gästen zur Verfügung. Am Hafen gibt es ein gemütliches Restaurant. Ein Bus fährt bis zur zwei Kilometer entfernten Innenstadt.

Es waren im Jahre 1649 in erster Linie militärstrategische Gründe, die Friedrich lll. Zum Bau der Stadt veranlaßten. Um Arbeitskräfte herbeizulocken, versprach der König den Bewohnern eine fünfzigjährige Steuerfreiheit. Außerdem wurde Fredericia die einzige Stadt Dänemarks, in der absolute Glaubensfreiheit herrschte. Viele Juden und Hugenotten ließen sich hier nieder. Christian V., Nachfolger von Friedrich lll., war die Bevölkerungszahl noch nicht hoch genug. Er gab verschuldeten Bürgern und ausländischen Verbrechern Asyl, brachte die Stadt aber damit in Verruf. 1821 wurde das Asylrecht wieder aufgehoben.

Die Festungsanlage von Fredericia lag mehrfach unter schwerem Beschuß und bewährte sich in zahlreichen Kriegen nicht immer. An einen Sieg über die Preußen am 6. Juli 1849 erinnert jedoch eines der bekanntsten dänischen Denkmäler: Der tapfere Landsoldat des Bildhauers H. W Bissen. Die innerhalb der Wälle ste­hende Statue hält einen Lorbeer­strauch in der rechten und ein Ge­wehr in der linken Hand. Damit sollen Siegeswille und Friedensangebot dokumentiert werden. Heimlich waren am 6. Juli 1849 die dänischen Truppen über See verstärkt worden und ein Ausfall gegen die preußi­schen Belagerer hatte Erfolg. Das Denkmal steht am Tor des Prinzen. Am 6. Juli jeden Jahres wird mit einer Feier des Sieges gedacht.

Vom Wasserturm auf der Wallanlage kann man die Stadt mit ihren vielen historischen Gebäuden und den Kleinen Belt überblicken.

Das Museum Fredericias in der Jernbanegade 10 besteht aus fünf alten Fachwerkhäusern. Die kriegerische Vergangenheit, die Glaubensfreiheit und das alte einheimische Handwerk sind die Themen der Ausstellung, wobei auch an die Tabakproduktion in Fredericia erinnert wird.

Über 300 Puppen aus der Zeit um 1860 bis 1930 und Blechspielzeug aus der Periode von 1915 bis 1960 sind im Puppenhaus in der Prinsessegade 4 zu sehen.

Einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt haben Arbeitslose einen Spielpark für Kinder mit Rutschbahnen Schaukeln und Klettergerüsten gebaut, der acht Hektar(!) groß ist. Wer also während des Urlaubstörns seinem Nachwuchs etwas bieten will, hat hier Gelegenheit dazu.

Es gibt mehrere sehenswürdige Kirchen in Fredericia, darunter die St. Knuds Kirche in der Sjællandsgade die Trinitatis Kirche in der Danmarksgade und die St. Michaelis Kirche in der Vendersgade

An der Ecke Prinzengade/Kongensgade steht das älteste Haus der Stadt. Es wurde um 1600 erbaut. Sehenswert ist auch die Oldtimer‑Lok, die am Fuß des einstigen Verteidigungswalles (Sjaelandsgade / Ecke Vester Voltgade) steht.