Bogense

bogense

Liegeplätze

Gästeplätze befinden sich im Yachthafen an den beiden Brücken mit Quersteg (2-2,5 m Wassertiefe). Größere Yachten können auch im Fischereihafen am Ostkai festmachen. Hier ist es allerdings so eng, daß man nicht drehen kann (Die Wassertiefe beträgt 3,5 – 4 m).

Navigation

Die Ansteuerung des befeuerten Hafens ist Tag und Nacht möglich. Sie erfolgt über eine Baggerrinne, die mit zwei grünen Tonnen bezeichnet ist (WP 186). Das Leitfeuer mit 164,5° (2F.R) brennt nur zeitweise. Von der südlichen grünen Tonne läuft man dann mit ca. 210° bis zur roten Tonne vor der Einfahrt, die man an Bb. liegen läßt, um dann in den Hafen hineinzudrehen. Die im Sommer betonnte Zufahrt von Westen kann nur tagsüber und nur von Ortskundigen genutzt werden.

Versorgung

In dem netten Ort findet man gute Versorgungsmöglichkeiten (u.a. Diesel/Benzin, Segelmacherei, Bootszubehör).

Service

Toilette X
Dusche X
Wasser X
Müllannahme X
Elektroanschluss X
Brennstoff X
Lebensmittel X
Kran X
Werft X
Fäkalienentsorgung X
Rampe / Slip X
Fähre / Bus / Bahn X
Fahrradverleih
Internetzugang X

Kontakt

Telefon: +45 / 64 81 21 15

NV. Landgangslotse

Sehenswertes

Der idyllische Ort wird oft als Schmuckstück von Fyn bezeichnet. Die Gründung des verträumten Städtchens ist wahrscheinlich auf Seeräuber zurückzuführen, die ihre Beutezüge vom nahegelegenen Harritslevgård aus führten. Zu Wikingerzeiten reichte die Bucht viel weiter ins Land als heute, wodurch eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung zur blühenden Seefahrtsstadt gegeben war. Aber lange Zeit fehlte der Stadt ein Hafen und das Ausschiffen war eine mühsame Arbeit, die mit Lastkähnen und Pferdewagen bewältigt wurde. Erst 1844 bekommt Bogense einen in seiner Bauart ungewöhnlichen Hafen: einen 22 Meter breiten und 500 Meter langen Kanal, der bis in die Stadt reicht. Diesen Hafen fertigzustellen dauerte viele Jahrzehnte. Ein erstes Teilstück des Bootskanals war schon 1818 mit Hilfe der Bürger ausgegraben worden.

Der Hafenbau und die Eindämmung brachten die wirtschaftliche Blüte. Die Fährverbindung zwischen Klakring bei Juelsminde und Bogense wurde aufgenommen. Die Fischerei und Handelsstadt erlangte durch ihre zahlreichen Gerbereien Berühmtheit. Außerdem zählte sie nicht weniger als 34 Branntwein‑Brennereien.

Zu den Schattenseiten der Geschichte des Ortes zählt der Ausbruch eines großen Feuers im Jahr 1575. Nur vier Gebäude – darunter die Kirche und das Rathaus – entgingen den Flammen. Die kaum wiederaufgebaute Stadt wurde allerdings 1658 im Schwedenkrieg erneut verwüstet.

Heute zählt Bogense etwa 3000 Einwohner und verfügt über eine moderne, 1976 eingeweihte Marina, die unmittelbar neben dem alten Hafen liegt. Viele guterhaltene alte Häuser erinnern an die Blütezeit Bogenses im späten Mittelalter.

Sehenswert ist das 1920 gegründete Museum von Nordfyn in der Vestergade, dessen Sammlungen hauptsächlich aus volkstümlichen Gebrauchsgegenständen bestehen. In den Räumlichkeiten des alten Eisenbahngebäudes der heute stillgelegten nordfynischen Eisenbahn ist außerdem eine große Sammlung Haarschmuck zusammen mit den Geräten zur Herstellung des Schmucks zu sehen. Das Museum arbeitet an einer Ausstellung zu den sogenannten Flachlandwebern und verfügt über eine beachtliche Kollektion von Textilien und Geräten zu deren Herstellung.

Auch die Kirche am Markt lohnt die Besichtigung. Im Inneren des auf dem höchsten Punkt der Stadt errichteten Gebäudes ist unter anderem ein Altarbild mit Schnitzereien aus dem Jahr 1588 zu sehen. Bemerkenswert sind die an der Kirche stehenden alten Grabsteine.

1406 wurde die Bogense Kirke auf den Resten der von Königin Margarete I. errichteten Kirche erbaut. Von der ursprünglichen romanischen Kirche sind nur noch zwei hochsitzende Fenster erhalten.

Der Markt bei der Kirche zählt mit seiner ungebrochenen Reihe von Häusern des 19. Jahrhunderts zu den schönsten Dänemarks.

Der Erik Menveds Kro in der Østergade ist das älteste Haus der Stadt, ein Gebäude des 17. Jahrhunderts. Es ist nach König Erik Menved benannt, der Bogense 1288 die Stadtrechte bestätigt hat.

Eine Kopie des berühmten Brüsseler Männeken Pis, die Statue eines kleinen Jungen der pinkelt, steht in der Adelgade.

Wer nordöstlich vom Hafen dem Deich folgt, kommt zur Stegø Mølle, eine erst 1974 wiedererrichtete Mühle, die einst bei den Eindämmungen rund um die Stadt als Pumpwerk die Wiesen trocken legte.